• Nach dem Wochenende ist vor dem Wochenende

    23.01.2019

    Das Gute an den Spielplänen im Eishockey ist, dass man immer sehr zeitnah die Chance bekommt, ein schlechtes Spiel, oder wie im Falle der Harzer Falken, ein schlechtes Wochenende vergessen zu machen. Denn so wie die Fans ihrem berechtigten Unmut im letzten Heimspiel gegen Leipzig Luft gemacht haben, darf keiner der Falkenakteure auch nur annähernd zufrieden sein, mit dem, was da am Wochenende passiert ist. Und sollte entsprechend darauf brennen, den Gegenbeweis anzutreten, so wie man es in diese

  • Crocodiles Hamburg eine Nummer zu groß für die Harzer Falken

    19.01.2019

    Angesichts der Mannschaftsstärke und der Aussicht mit vier Blöcken gegen gerade einmal 13 Hamburger Feldspieler spielen zu können, hatte man sich sicherlich etwas mehr erwartet gegen die Crocodiles Hamburg. Doch am Ende waren es anscheinend die richtigen 13 Spieler, die das Hamburger Trikot trugen und die Falken mit einer 7:2 (2:1; 2:0; 3:1)-Niederlage zurück in den Harz schickten.

  • Harzer Falken am Wochenende in Hamburg und gegen Leipzig

    17.01.2019

    Den Harzer Falken steht am Wochenende ein Programm bevor, das man getrost als durchwachsen bezeichnen kann. Muss man sich am Freitag zunächst in Hamburg gegen die Crocodiles beweisen, gegen die man noch nie gewinnen konnte, kommt mit den EXA Icefighters Leipzig am Sonntag ein Gast in das Wurmbergstadion zu Braunlage, gegen die man nicht nur gute Auftritte gezeigt, sondern auch bereits Punkte gesammelt hat. Zudem stellen sich am Sonntag sehr wahrscheinlich gleich drei Neuzugänge dem heimischen Pu

  • Harzer Falken verlieren gegen Rostock Piranhas

    14.01.2019

    Auch wenn die Überlegenheit der Hausherren relativ offensichtlich und bereits am Torschussverhältnis zumindest in den ersten beiden Dritteln abzulesen war, hätten die Harzer Falken dem Spiel auch einen anderen Werdegang geben können. Doch am Ende entschied Rostock das Heimspiel nicht unverdient mit 4:1 (1:0; 3:0; 0:1) für sich.

  • Personelle Entscheidungen bei den Harzer Falken

    13.01.2019

    Zwei kommen, einer geht – so kann man die personelle Entwicklung bei den Harzer Falken in den letzten Tagen kurz und bündig zusammenfassen.

  • Harzer Falken beenden Spielemarathon

    08.01.2019

    Seit dem 14. Dezember standen die Cracks der Harzer Falken in 24 Tagen bei insgesamt 11 Spielen im Einsatz. Ein Marathon, der mit dem Spiel am Sonntag gegen Duisburg zunächst einmal endete. Und dieses Spiel diente auch ein wenig als Zusammenfassung der letzten drei Wochen. Denn erneut spielte man gegen einen Playoff-Kandidaten gut, hatte durchaus auch den Sieg in Sichtweite, unterlag aber letztendlich auch ein wenig unglücklich mit 2:3 (2:2; 0:0; 0:1).

29.12.2018

Fehlentscheidungen bringen Harzer Falken um den Lohn ihrer Mühen

Es war ein begeisterndes Spiel, das sich die Harzer Falken vor einer tollen Kulisse von 1.995 Zuschauern mit den Saale Bulls Halle lieferten. Rein statistisch sollten die Saale Bulls auch als verdienter Sieger mit einem 4:6 (0:1; 2:3; 2:2) vom Eis gehen. Doch wie es dazu kam, ließ die Enttäuschung im Harzer Lager nach dem Spiel in Frust umschlagen.


Spieler des Abends mit tragischem Ausgang: Fritz Hessel vollbrachte Heldentaten bevor er in der 53. Minute verletzt ausschied

Auf ihn ist Verlass: Erik Pipp zeigte eine starke Leistung in der Defensive und belohnte sich selbst mit dem 4:4-Ausgleichstreffer

Ein eigenes Tor und zwei Torvorlagen: Artjom Kostyrev zeigte gegen Halle seine ganze Klasse mit starken Szenen und Erfolgserlebnissen

Patrick Dzemla erzielte die zwischenzeitliche 2:1-Führung, der wütende Angriffe der Gäste folgen sollte

Er kämpft und rennt: Auch wenn zuletzt die Erfolgserlebnisse ausblieben, zeigt die Formkurve von Gregor Kubail steil nach oben

Hauptschiedsrichter Ratz macht sich zum Hauptdarsteller

Denn neben den Hauptakteuren auf dem Eis spielte sich mit dem Hauptschiedsrichter einer in den Vordergrund, der bei einem guten Spiel gar nicht auffallen sollte. Doch Daniel Ratz übersah nicht nur einige Fouls auf beiden Seiten, sondern sollte durch seine Entscheidungen bei gleich drei Toren der Gäste eine mehr als schlechte Figur abgeben. Dazu aber später.

Gäste eröffnen den Torreigen

Denn das Spiel zeigte vor allem ein temporeiches Eishockey, bei dem erneut nicht zwingend zu erkennen war, dass sieben Tabellenplätze zwischen diesen beiden Teams liegen. Natürlich bot Halle trotz diverser grippebedingter Ausfälle eine individuelle Klasse und mit der Sturmreihe Mosienko, Burns und Francis eine Paradereihe auf, die aktuell in ihrer Kompaktheit und Gefährlichkeit zu der besten Reihe zählen dürfte, die die Liga zu bieten hat. Umso mehr durfte man anerkennend resümieren, dass die Harzer Falken hier ganz stark gegenhielten und in der 9. Minute bei einem verdeckten Blueliner durch Erik Pipp auch durchaus in Führung hätten gehen können. Doch der Puck strich knapp am Tor vorbei und so war es den Gästen vorbehalten, den Torreigen zu eröffnen, als man den Puck an der eigenen blauen Linie nicht aus dem Drittel bekam und sich Jonas Gerstung erfolgreich in Richtung Tor tankte und Fritz Hessel keine Chance ließ. Aber wie so oft ließen sich die Falken auch an diesem Abend, getrieben von der begeisterten Fanschar, nicht entmutigen und hatte bei einem Alleingang von Gregor Kubail, der aber von einem Verteidiger verfolgt und bearbeitet wurde, nicht ungestört abschließen konnte und an Torwart Henning Schroth scheiterte sowie Phillip Maier noch zwei richtig gute Gelegenheiten bereits im ersten Durchgang den Ausgleich zu schaffen.

Fritz Hessel als Turm in der Schlacht

Aufgeschoben ist aber bekanntlich nicht aufgehoben. So waren noch gar nicht alle Zuschauer auf ihren Plätzen, das Spiel erst 14 Sekunden alt, als Artjom Kostyrev eine schöne Kombination mit Brandon Morley und dem an diesem Abend überragend in der Defensive agierenden Erik Pipp mit einem verdeckten Schuss ins lange Eck den verdienten Ausgleich besorgte. Ein Treffer, den die Saale Bulls so richtig giftig machte. Der Druck wurde nun immer größer, doch immer wieder war es Fritz Hessel, der in diesem Spiel zum Turm in der Schlacht wurde und einige „Big Saves“ auf sein Konto brachte. Und dann sollte das Stadion zum Tollhaus werden als Jörn Weikamp in der 28. Minute den Puck gut behauptete, zu Patrick Dzemla auflegte und dieser Torwart Schroth mit einem Schuss aus spitzem Winkel ins lange Eck nicht wirklich gut aussehen ließ. Eine Führung, der noch wütendere Angriffe der Gäste folgen sollten. Bei der jedoch Chris Francis in der 30. Minute nur den Pfosten traf und Fritz Hessel zwei Minuten später bei einer Kombination von Francis und Burns überragend parierte. Bevor Hessel jedoch in der 35. Minute bei einem durch Burns abgefälschten Blueliner von Mosienko gar keine Chance hatte und die Saale Bulls ihre Angriffe verdient veredelten. Und so sehr man das auch anerkennen muss, sollte nun Hauptschiedsrichter Ratz das Zepter des Spieles in die Hand nehmen und entscheidend beeinflussen. In der 37. wurde Patrick Dzemla vor dem eigenen Tor unglücklich mit einem Schläger getroffen und lag direkt neben dem Torraum. Den Puck hatte Fritz Hessel unter der Fanghand, Dominik Patocka stocherte jedoch so lange und nutzte die verworrende Situation mit dem verletzten Spieler am Torraum, bis der Puck frei lag und er ihn nur noch einschieben brauchte. Grundsätzlich sind die Schiedsrichter angehalten, den Schutz des Torhüters an erste Stelle zu stellen. Doch wurde den Harzer zwei Tage zuvor in Hannover genau aus diesem Grund noch ein Treffer verwehrt, ließ sich Ratz durch die heftigen Proteste und nach Diskussion mit seinen Linienrichtern Berg und Meyer nicht umstimmen und entschied auf Tor. Eine Entscheidung, die Ratz drei Minute später noch krönte als Tim Marek von der blauen Linie hoch ins Harzer Drittel schoss und ein Spieler von Halle den Schläger über dem Kopf hielt und den Puck den entscheidenden Weg ins Tor gab. Für Ratz erneut kein Grund, diesem Treffer die Anerkennung zu verweigern.

Harzer kommen stark zurück

Und auch zu Beginn des Drittels sollte Halle die Milde des Schiedsrichters vermittelt bekommen. Francis und Burns waren von Ratz auf die Strafbank geschickt und beschimpften den Schiedsrichter noch von der Bank aus auf’s übelste mit Gesten und Wörtern, die jeden anderen Schiedsrichter dazu angehalten hätten, hier weitere Strafen zu verteilen. Nicht so Ratz, der mal wieder mit seinen Nebenleuten diskutierte und nicht reagierte. Umso mehr spricht es für die wahnsinnige Moral des Harzer Teams, die aufgrund der Tumulte eher angestachelt schien und die doppelte Überzahl in der 44. Minute durch ein großartiges Tor von Brandon Morley nach Vorlage von Pipp und Kostyrev zum Anschlusstreffer nutzten. Es begann ein wahrer Sturmlauf mit gleich drei guten Chancen durch Artjom Kostyrev und weiteren Heldentaten durch Fritz Hessel gegen Stöber und Francis. Bis zur 50. Minute, als das völlig Unerwartete eintraf und Erik Pipp nach Vorlage von Kostyrev und Zerbst von der blauen Linie abzog und den Ausgleich erzielte. Nach einem 2:4-Rückstand ein Ereignis, mit dem man gegen eine so starke Mannschaft wie die Saale Bulls nicht zwingend rechnen durfte. Doch die Falken machten an diesem Abend sehr viel richtig und belohnten sich letztendlich hiermit selber. Was man von Daniel Ratz an diesem Abend nicht sagen konnte. Denn auch bei der neuerlichen Führung der Gäste blieb er bei seiner konstanten Linie und übersah nicht nur den hohen Stock von Chris Francis, sondern auch, dass dieser gegen die hoch ausgestreckte Fanghand von Fabian Hönkhaus schlug. Hönkhaus war kurz zuvor ins Spiel gekommen, nachdem sich Fritz Hessel bei einer seiner Rettungstaten eine Knieverletzung zuzog und kaum mehr auf die Beine kommen konnte.

Nicht als Frust - wenn Schiedsrichter Spiele mitentscheiden

Wahrscheinlich wäre es angesichts der hohen Qualität der Gäste und dem enormen Druck, den vor allem die kanadische Reihe nach dem 4:4 aufbaute irgendwann auch so dazu gekommen, dass Halle das Spiel noch siegreich gestaltet hätte. Zumindest spricht ein Torschussverhältnis von 40:68 dafür – auch wenn es viel mehr noch für einen großartigen Hessel im Harzer Tor spricht. Und da Francis in der 54. Minute gar noch das 4:6 nachlegte, ging das Ergebnis vom reinen Spielverlauf wohl auch so in Ordnung. Doch nicht nur, dass man sowieso schon langfristig auf Nico Ehmann und Zach Josepher verzichten muss, wird nun auch Fritz Hessel sehr wahrscheinlich eine längere Pause einlegen müssen. Und wenn ein solcher Kampf nicht belohnt wird, nicht weil man nicht alles dafür getan hat, sondern weil man von einer sehr mäßigen Schiedsrichterleistung immer wieder zurückgeworfen wird, ist das doppelt bitter – da hilft dann auch das anschließende Lob des Gästetrainers nur wenig. (Hei)